Newsletter

Bitte tragen Sie Ihre e-mail Addresse ein, um sich für unseren Newsletterdienst anzumelden.

Die Geburt einer gemeinnützigen Initiative

Brustkrebs - für Tanja Nahnsen-Block und Cornelia Möller nicht einfach nur ein Wort, sondern bittere Realität! Wenn die beiden Freundinnen über dieses Thema sprechen, sind ihre Informationen nicht bloß angelesen. Denn sie haben ihre ganz persönlichen Erfahrungen mit dieser Krankheit gemacht – machen müssen.

An einem gewöhnlichen Sonntagabend im Februar 2004 bemerkte Tanja Nahnsen-Block beim Zähneputzen im Spiegel, dass ihre linke Brust wie eine welke Apfelsine aussah: orange gefärbt und runzlig. „Morgens war noch alles normal und abends dann das.“ Am nächsten Tag erhielt sie in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Universitäts-Klinikums Kiel die Diagnose: „Sie haben Brustkrebs!“ Sie hätte sich nie vorstellen können, dass sich ihr geplantes Leben von jetzt auf gleich so drastisch ändern würde.

Es ist nicht einfach „nur“ Brustkrebs, an dem die Geschäftsführerin einer Parfümerie in Bad Segeberg erkrankte, sondern eine seltene Zusammensetzung zwischen Alter, Gewebeart und Aggressivität des Tumors. Diese Konstellation bewirkte, dass sie gleich - nach ihrem Einverständnis - im Kieler Brustkrebsforschungszentrum in eine Studie aufgenommen wurde. Dadurch hatte sie die Möglichkeit, sofort die neuesten Medikamente und Behandlungsmethoden zu erhalten. Es folgten sechs qualvolle Chemotherapien, drei Operationen und eine Strahlentherapie. „Nach jeder Chemotherapie war ich ein brechender Fleischklumpen und musste unter weiteren diversen Nebenwirkungen leiden“, erzählt Tanja Nahnsen-Block, die offen und ungeschminkt über ihre Krankheit spricht. Doch der Gedanke an ihre damals vierjährige Tochter Jule und an ihre Familie ließ die - grundsätzlich positiv eingestellte - Frau ganz schnell erkennen: „Ich will leben – und das um jeden Preis! Wenn du so einen Krebs hast, ist das eine lebenslange Krankheit. Aber das heißt ja nicht, dass ich die ganze Zeit einen Grabstein mit mir herumtrage.“

Ende Juli 2005 kam dann die Bestätigung, dass sie frei von Tumoren und Metastasen sei. Allerdings wird sie sich auch noch die nächste Zeit einer Therapie unterziehen, die wiederum wissenschaftlich begleitet wird. Die Powerfrau mit dem starken Lebenswillen hat „ihren“ Krebs momentan gut im Griff. Jetzt will sie anderen helfen. „Nachdem ich soviel Gutes von Prof. Dr. Walter Jonat, dem Leiter des Brustkrebsforschungszentrums, und seinem Klinik-Team erfahren habe, will ich etwas davon zurückgeben, anderen Mut machen und Hoffnung schenken“, sagt Tanja Nahnsen-Block. Eine Aufgabe, die sie sich zusammen mit Cornelia Möller teilt, deren Mutter 1983 im Universitätsklinikum Kiel an Lungenkrebs verstorben ist – und nach dem heutigen Stand der Medizin mit großer Wahrscheinlichkeit hätte geheilt werden können. Damals war Cornelia Möller 14 Jahre. „Seitdem verfolge ich die Entwicklung der Krebsforschung mit großem Interesse. Mich beruhigen die Fortschritte sehr, die immer bessere Chancen der Heilung bieten. Daraus habe ich auch die Erkenntnis gewonnen, dass Krebs nicht automatisch Tod bedeutet.“

Cornelia Möller hat ihrer Freundin in der ganzen Phase der Erkrankung zur Seite gestanden. Diese Krisensituation hat die beiden immer stärker zusammen geschweißt. Gleichzeitig wurde die Idee der Anti-Brustkrebskampagne “happy for life“ geboren. Seitdem heißt das gemeinsame Ziel der fröhlichen, tatkräftigen Frauen: Wir treiben die Brustkrebsforschung weiter voran! Denn immerhin ist es die häufigste Todesursache bei Frauen zwischen 35 und 55 Jahren. Jedes Jahr gibt es allein in Deutschland rund 50 000 Neuerkrankungen, so dass jede 8. Frau davon betroffen ist. Dabei ist Brustkrebs heilbar, wenn er früh erkannt und richtig behandelt wird.

Zurück